Zukunftsfähig durch Klimaanpassung/Projektwoche Regenerative Schule

Projekt­beschreibung

Das Projekt „Regenerative Schule“ an der Freien Schule Hitzacker setzt einen Prozess in Gang, in dessen Verlauf sich Schüler*innen und Lehrende, Mitarbeiter*innen und Eltern als unsere Mitnatur unterstützende und beschenkende Wesen erleben können.

Damit versuchen wir dem oftmals gesellschaftlich transportierten Menschenbild, das uns als von der Natur und ihren ökologischen Kreisläufen getrennt und diese zerstörend darstellt, eine positive Vision von uns als regenerative Menschen entgegenzusetzen. Kindern und Jugendlichen soll dabei geholfen werden, sich nicht als hilflos gegenüber den wachsenden ökologischen und sozialen Krisen zu erleben, sondern sich durch naturunterstützende Maßnahmen als wirkmächtig zu erleben und Hoffnung aufzubauen.

Konkret versuchen wir, das Schulgelände so zu gestalten, dass die Schule mehr Sauerstoff, Strom und Nahrung produziert als sie verbraucht und die Artenvielfalt auf dem Gelände gefördert wird.

Angefangen haben wir mit einer Projektwoche im September 2024, bei der die gesamte Schulgemeinschaft dazu eingeladen war, an diesem Thema zu arbeiten. Den Auftakt bildete ein Vortrag zum Thema Klimakrise, der Schüler*innen nicht nur über den Kenntnisstand der Klimaforschung informierte, sondern sie auch dazu ermutigte, selbst aktiv zu werden. Im Lauf der Woche wurden Rankgerüste für vertikale Gärten, eine Pergola mit Rankgitter, eine Kompostieranlage für Essensreste und Insektenhotels gebaut und der Schulteich wurde einladend für Amphibien gestaltet. Außerdem gab es Workshops zu „cradle to cradle“, zu Mülltrennung und plastikfreiem Schulalltag und zu einem best practice Projekt, bei dem über eine Million Bäume gepflanzt wurden. In einer zweiten Woche im darauffolgenden Jahr baute die sechste Klasse ein Habitat für Eidechsen (Drachenburg) und die Oberstufe ein vertikales Windrad zur Stromerzeugung. In beiden Projektwochen gab es Reparaturcafes und Upcyclingprojekte.

Außerdem hat sich die Schule erfolgreich für staatliche Gelder für umfangreiche Baumaßnahmen zur Klimaanpassung beworben. Das gesamte Schulgrundstück wird so umgebaut, dass es mehr Regenwasser aufnehmen und speichern kann. Ein neuer Teich und Wasserlauf mit Flowforms ist entstanden. Zahlreiche Bäume und Büsche werden gepflanzt. Weitere Informationen gibt es über den link (s.u.).

Momentan überlegen wir, welche Maßnahmen zur regenerativen Energiegewinnung für unsere Schule am besten passen.

Kooperation

Wir konnten schulexterne Referent*innen und Mitarbeitende mit Fachwissen für die Projektwoche einbinden. Es gibt Kontakt zur öffentlichen Solidarischen Landwirtschaft und eine mögliche Zusammenarbeit. Die örtliche Klimaaktionsgruppe erarbeitet gemeinsam mit Schüler*innen Aktionen für die Öffentlichkeitsarbeit.

Entwicklung in der Zukunft

Wir hoffen die genannte Zusammenarbeit ausbauen zu können. Die ökologische Gestaltung des Grundstücks soll Schüler*innen durch Bau- und Pflanzprojekte immer wieder an die ökologischen Kreisläufe heranführen und die Wahrnehmung schärfen, dass wir Menschen Teil derselbigen sind.
Wir hoffen auf eine Zusammenarbeit mit der Leuphana Universität Lüneburg bei einem ökologischen Tiny House Projekt.

Wir setzen uns ein für:

Naturschutz
Artenschutz
Klimaschutz
Abfallmanagement
ökologische Landwirtschaft
Ressourcenschonung
gute Ernährung
gesundes Leben
Solidarische Ökonomie
Fairtrade u. Bewusstsein für die globalen Lieferketten

Und sind dabei hier aktiv:

in der Unterrichtsgestaltung
im weiteren Schulleben
in der Nachbarschaft
in der Waldorfbewegung

Indem wir:

uns vernetzen / Verbündete suchen
künstlerisch & kreativ aktiv sind
handwerklich aktiv sind
Wissen und Fertigkeiten weitergeben
hoffnungsvolle Nischen(praktiken), Netzwerke, Organisationen, Produkte etc. bekannter machen

Die Idee entstand

im Rahmen der Schulselbstverwaltung & -organisation

Nachhaltigkeitsziele dieses Projekts