Esstisch der Zukunft

Nachhaltigkeitsziele dieses Projekts

Projekt­beschreibung

Dieses Projekt begleitet unserer Essen vom Setzling bis hin zur Verdauung. Unter Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen unserer Schule gestalten wir gemeinsam Essen und machen es für alle zugänglich. Wir setzten die Pflanzen in den selbstbewirtschafteten Acker, der bei Wind und Wetter Aufmerksamkeit erhält. Im Gartenbau kümmern sich die Jugendlichen um das Vereinzeln der Pflanzen und vieles mehr, so dass wir in der Mensa für bis zu 80 Personen genügend Gemüse verarbeiten können. Von Bete, Lauch bis Kohl und Bohne, von Sellerie zu Tomate bis hin zu verschiedenen Kräutern, erleben wir gemeinsam die bunte Welt unserer Nahrung. In der Küche verarbeiten wir nahezu alles was wir ernten und erleben Essen in verschiedenen Texturen. Wir bewegen uns vom rohen Gemüse hin zu wunderbar reichhaltigen 3 Gänge Menüs mit Breien, Klößen, Crunch und farbenfrohen Desserts. Immer dabei die Theorie zum Gemüse selbst. Was passiert, wenn wir eine Zwiebel schneiden, warum brennt Lauchgemüse in den Augen, wieso hört und riecht man, wenn man Kohl gegessen hat, oder warum darf Salat nicht unter fließendem Wasser gewaschen werden. Wichtig ist, das Auge isst mit. Vor allem die Desserts spiegeln die Kreativität unserer Jugendlichen wieder.

 

Den Jugendlichen der 9. Klasse ist es möglich, ein Küchenpraktikum zu absolvieren. Während eines halben Jahres arbeiten sechs bis sieben Schüler:innen jeden Montag bis Mittwoch von 10:15 Uhr – 14:45 Uhr in der Küche, um dort für bis zu 85 Menschen ein 3- Gänge – Menü zu kreieren. Freitags blicken wir ganzheitlich auf den Prozess des gemeinsamen Arbeitens, inklusive der wirtschaftlichen Komponenten mit Abhängigkeiten von Umwelteinflüssen und des sozialen Miteinanders. Bereits in der 6. Klasse können die Schüler:innen den Lebensmittelführerschein absolvieren und ab Klasse 8 gewöhnen sie sich in der praktischen Arbeit an die Großküche.

 

Das Arbeiten in der Großküche hat die Schule von Beginn an geprägt: die Mitinitiatorin Gerhild Mögel hat die Küche für die Arbeit mit Schüler:innen gestaltet und besonderen Wert darauf gelegt, dass das gemeinsame Essen in Verbindung mit dem Anbau der verwendeten Lebensmitteln ein wesentlicher Bestandteil im Schulalltag ist.

 

Das Praktikum ist in regionale Kooperationen eingebunden. Die 9. Klasse absolviert ein Landbaupraktikum auf dem Eschenhof, hier bekommen die Schüler:innen u.a. Einblicke in die Produktion der Milchprodukte für die Großküche. Auch der Fleischproduzent MMH Bio Martin Theisinger gibt uns Einblicke in die Fleischverarbeitung. Die Rinder werden vom Eichenhof abgeholt und dort verarbeitet.

 

Wir setzen uns ein für:

Demokratie und Beteiligung
eine offene u. tolerante Gesellschaft
Inklusion
Naturschutz
Klimaschutz
ökologische Landwirtschaft
Ressourcenschonung
gute Ernährung
gesundes Leben
Bekämpfung von Armut und Hunger

Und sind dabei hier aktiv:

in der Unterrichtsgestaltung
im weiteren Schulleben
in der Nachbarschaft

Indem wir:

handwerklich aktiv sind
uns selbst Wissen und Fertigkeiten aneignen
Hürden abbauen

Die Idee entstand

im Rahmen der Schulselbstverwaltung & -organisation