CSX Hof Pente - transformatives Reallabor

Projekt­beschreibung

„Mit seinem vorbildlichen Whole Institution Approach hat der CSA Hof Pente die ganzheitliche Transformation von Lern- und Lehrumgebung erfolgreich umgesetzt. Er zeigt auf überzeugende Weise wie Akteure auf allen Beteiligungsebenen – Mitarbeitende, Mitglieder, Eltern, Auszubildende, Praktikanten, Lehrkräfte – an der Weiterentwicklung eines Lernortes mitwirken können. Besonders erwähnenswert ist außerdem die nationale und internationale Vernetzung des Hofes, durch die Bildung für nachhaltige Entwicklung mithilfe anderer Institutionen auf innovative Weise in die Breite getragen wird." Jury der Deutschen UNESCO Kommission

 

Darüber hinaus gestalten wir zusammen mit anderen Waldorfschulen eine postgraduale Ausbildung für Lernbegleitungen an handlungspädagogischen Waldorfschulen. Die Ausbildung wird als Modellprojekt für transformative Bildung für Nachhaltige Entwicklung von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der SAGST gefördert.

Kooperation

Die Freie Hofschule Pente ist eng in die Nachbarschaft und in ein Netzwerk außerschulischer Akteure eingebunden. Sie ist Teil des Hofes Pente, eines solidarisch getragenen, biodynamischen Landwirtschaftsbetriebs, und arbeitet direkt mit den dortigen Bereichen Landwirtschaft, Gärtnerei, Tierhaltung, Verarbeitung, Hofkindergarten und Hofwerkstatt. Dadurch lernen Kinder nicht isoliert im Klassenraum, sondern in realen Lebens- und Arbeitszusammenhängen.
Darüber hinaus bestehen Bezüge zur regionalen Gemeinschaft: Familien, Mitglieder der Solidarischen Landwirtschaft, Nachbarinnen und Nachbarn, Praktikantinnen, Handwerker, Pädagoginnen, Landwirtinnen sowie Kooperationspartner aus Bildung, Ökolandbau und Nachhaltigkeitsinitiativen bringen Erfahrungen, Wissen und konkrete Aufgaben ein. Die Hofschule versteht sich damit als offener Lernort im Sozialraum, an dem Schule, Landwirtschaft, Ernährung, Natur- und Klimabildung sowie gesellschaftliches Engagement miteinander.

Entwicklung in der Zukunft

Das Projekt könnte sich künftig zu einem dezentralen, place-based Bildungsnetzwerk weiterentwickeln. Die Freie Hofschule Pente wäre dabei ein Ankerort, von dem aus weitere Höfe, Gärten, Wälder, Werkstätten, soziale Einrichtungen, Handwerksbetriebe und Initiativen als reale Lernorte eingebunden werden. So entsteht Bildung nicht nur im Klassenraum, sondern in der Landschaft, in der Nachbarschaft und an konkreten Zukunftsaufgaben.

Kinder, Jugendliche und Erwachsene könnten an verschiedenen Orten erfahren, wie nachhaltige Entwicklung praktisch gestaltet wird: durch Landwirtschaft, Ernährung, Biodiversität, Klimaschutz, Handwerk, soziale Verantwortung und demokratische Beteiligung. Langfristig könnte ein regionales Netzwerk aus Schulen, Kitas, Hochschulen, Kommunen und zivilgesellschaftlichen Partnern entstehen. Die Hofschule könnte Methoden, Erfahrungen und Fortbildungen teilen und damit als übertragbares Modell für lebensnahe BNE wirken.

Wir setzen uns ein für:

Demokratie und Beteiligung
Stärkung gesellschaftlichen Engagements
Friedensförderung
interkulturelle Begegnung
eine offene u. tolerante Gesellschaft
Inklusion
Naturschutz
Artenschutz
Wiederverwendung und Reparatur
ökologische Landwirtschaft
gute Ernährung
gesundes Leben
Solidarische Ökonomie
Fairtrade u. Bewusstsein für die globalen Lieferketten
Projekte mit anderen Schulen im Globalen Süden
Bekämpfung von Armut und Hunger
open access u. open source

Und sind dabei hier aktiv:

in der Unterrichtsgestaltung
im weiteren Schulleben
in der Nachbarschaft
in der Region
in der Stadt
in der Waldorfbewegung
schulsystemübergreifend
in einem Verband, einer Organisation, Gemeinde…
in globalen Partnerschaften
auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene

Indem wir:

debattieren und hinterfragen
uns vernetzen / Verbündete suchen
künstlerisch & kreativ aktiv sind
handwerklich aktiv sind
auf Sorgen Benachteilgter des sozial-ökologischen Wandels eingehen
uns selbst Wissen und Fertigkeiten aneignen
Stellung beziehen und kundtun
hoffnungsvolle Nischen(praktiken), Netzwerke, Organisationen, Produkte etc. bekannter machen
Entscheidungsstrukturen nutzen und Änderungen einbringen

Die Idee entstand

aus einem anderen Anlass: Handlungspädagogik und Solidarische Landwirtschaft

Nachhaltigkeitsziele dieses Projekts