Berufspraktische Bildung (Hiberniaschule)

Nachhaltigkeitsziele dieses Projekts

Projekt­beschreibung

Die Hiberniaschule verfolgt mit ihrem Konzept der Hiberniapädagogik, welches auf der Waldorfpädagogik Rudolf Steiners basiert, einen innovativen Ansatz zur beruflichen, künstlerischen und akademischen Bildung. Die Verknüpfung von Berufs - und Studienqualifikation zu einer „Doppelqualifikation“ (Berufsabschluss und Allgemeine Hochschulreife im Weiterbildungskolleg der Schule) wirkt im Sinne einer neuen beruflichen Allgemeinbildung als ganzheitliche Lebenspropädeutik: Auf den Bahnen einer echten Integration von beruflichem, allgemeinbildendem und künstlerisch-kreativem Lernen entsteht eine neue Qualität von Berufskompetenz und Persönlichkeitsbildung.
Ab der 7. Klasse beginnt die berufliche Grundbildung, die alle Schülerinnen und Schüler bis zur 10. Klasse durchlaufen. Diese Ausbildung wird beim Übergang in die Fachausbildung als ein Lehr- oder Ausbildungsjahr anerkannt, während die klassischen Fächer und künstlerischen Fächer weiterhin unterrichtet werden.
In der Mitte des 10. Schuljahres erfolgt die Einstufung in die berufliche
Fachausbildung:
Nach Bundesrecht sind folgende Ausbildungen genehmigt:

  • Maßschneider/Maßschneiderin / (Schwerpunkt Damen)
  • Elektroniker/Elektronikerin / (Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik)
  • Feinwerkmechaniker/Feinwerkmechanikerin / (Schwerpunkt Maschinenbau)
  • Tischler/Tischlerin

alle diese Berufe sind nach APO-BK in Anlage A geordnet und den Ausbildungen und der Prüfung im dualen System gleichgestellt.

Zudem bietet die Hiberniaschule nach Landesrecht NRW die Ausbildung zum/zur

  • Staatlich geprüften Kinderpfleger/Kinderpflegerin an.

Die Fachausbildung beginnt in der 11. Klasse und bringt für die Schüler eine Reihe von Veränderungen mit sich: Der Schultag verlängert sich täglich bis 16.30 Uhr, und der allgemeine Fokus verschiebt sich: Ein Drittel der Zeit bleibt für allgemeinbildende Fächer wie Mathematik, Deutsch und Kunst, während zwei Drittel der Zeit der Berufsfachbildung gewidmet sind.
Die Hiberniaschule bietet durch die gleichwertige Berufsausbildung die Möglichkeit, die Hiberniapädagogik bis zur Berufsabschlussprüfung fortzuführen. Das Bundesinstitut für Berufliche Bildung (BiBB) überprüft regelmäßig die Gleichwertigkeit der Abschlüsse, die Prüfungsausschüsse sind auch öffentlich besetzt, um Transparenz zu gewährleisten.

Am Ende der 12. Klasse erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Gesamtabschluss, der sowohl schulische als auch berufliche Qualifikationen ausweist. Mit der abgeschlossenen Ausbildung erlangen sie nicht nur einen Berufsabschluss, sondern auch mindestens einen Hauptschulabschluss. Über 90 % der Absolventen erreichen die Fachoberschulreife (FOR), welche ihnen den Zugang zu Weiterbildungsmöglichkeiten wie dem Hibernia Kolleg eröffnet, um die Fachhochschulreife oder das Abitur zu erlangen.

Die Idee entstand

im Rahmen der Schulselbstverwaltung & -organisation